Otterzentrum Hankensbüttel
Deutsche Fischotter Stiftung
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Kies und Totholz für die Kleine Aller

Kies und Totholz für die Kleine Aller

Neue Naturschutzmaßnahme in den Gemeinden Brackstedt und Jembke

Im Rahmen des Aller-Projektes hat die Aktion Fischotterschutz e. V. eine weitere Natur­schutz­maß­nahme im Landkreis Gifhorn und der Stadt Wolfsburg umgesetzt, um die ökologische Entwicklung der Kleinen Aller fortzusetzen.

Wo einst natürliche Strukturen, wie z.B. Kiesbänke und Totholz, vielfältige Lebensräume für die Wasserlebewesen bildeten, wurden diese durch den Ausbau und die Begradigung der Kleine Aller zerstört. Im Rahmen des Aller-Projektes soll dies geändert werden und durch einzelne Tritt­stein­bio­tope eine Perlenschnur an Maßnahmen entstehen, die der heimischen Tier- und Pflanzenwelt wieder Lebensraum bietet.

Zusammen mit allen Beteiligten
wurde die neue Maßnahme, hier
der im Ufer befestige Wurzelstubben
in der Kleinen Aller, besichtigt.

 

Bei der aktuellen Naturschutzmaßnahme wurde auf der Höhe der Brackstedter Fischteiche auf einem Gewässerabschnitt von 135 m Länge ca. 75 Tonnen Kies und drei Totholzelemente ein­ge­bracht. Diese unterschiedlichen Strukturen führen wieder zu einer Erhöhung der Lebensraumvielfalt in dem ausgeräumten Fließgewässer: Der im Niedrigwasserbereich wechselseitig eingebrachte Kies führt zu schneller und langsamer fließenden Bereichen, davon profitieren zum Beispiel kies- und strömungsliebende Fischarten wie die Bachforelle, die Kiesbetten als Laichhabitat benötigen. Die im Ufer eingebrachten Wurzelstubben oder Raubäume sind wichtige Unterstände für die Fische und dienen gleichzeitig vielen Kleinstlebewesen, wie z.B. der Köcherfliegenlarve, als Lebensraum. Da der Einbau der Kiesbetten im Niedrigwasserbereich erfolgte, die bereits bei höheren Wasserständen überströmt werden, hat die Maßnahme keine negativen Auswirkungen auf den Hochwasserabfluss. Die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit Aller-Ohre-Verband.

„Die Maßnahme konnte nur mit der Zustimmung der Bewirtschafter und Flächeneigentümer um­ge­setzt werden, keine Selbstverständlichkeit, da die Maßnahmenumsetzung entlang von Ackerflächen erfolgte. Es freut uns daher umso mehr, dass die Bewirtschafterin Christina Siemke uns hierbei maßgeblich unterstützte“, so Anke Willharms von der Aktion Fischotterschutz. „Die Maßnahme führt zu keiner Beeinträchtigung der Nutzung, wenn so Landwirtschaft und Naturschutz vereinbar sind, unterstütze ich dies gerne“, erläutert Christina Siemke.

Das „Aller-Projekt – Verbindung von Lebensräumen zur Erhöhung der biologischen Vielfalt“ ist ein Naturschutzprojekt der Aktion Fischotterschutz, das durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie der Volkswagen AG gefördert wird. Ziel des Projektes ist es, die biologische Vielfalt an den Gewässern und Auen der Aller und ihrer Nebengewässer nach­hal­tig zu steigern. Dafür werden bis 2018 Naturschutzmaßnahmen an den Gewässern und be­glei­tende Umweltbildungsprogramme mit dem Aller-Mobil durchgeführt.

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