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Erste Erfolge an Kleiner Aller

Fischbestände an der Brackstedter Mühle haben sich verfünffacht

Die Aktion Fischotterschutz hat im Rahmen des Aller-Projektes zwei Naturschutzmaßnahmen an der Kleinen Aller in der Gemeinde Jembke und Brackstedt umgesetzt. Nach nur einem Jahr konnte eine erste positive Bilanz gezogen werden.

Im Sommer 2016 wurden gleich zwei Gewässerabschnitte auf je 150 m Länge an der Kleinen Aller revitalisiert: An der Brackstedter Mühle wurde eine Laufverlegung realisiert sowie Kiesbermen, Wurzelstubben und Findlinge eingebaut; flussabwärts wurde zusätzlich eine Teststrecke mit Kies im Niedrigwasserbereich eingerichtet. Der Angelsportverein Gifhorn hat diese Maßnahmen begleitet und vor der Maßnahmenumsetzung eine Elektrobefischung durchgeführt, um die Fischbestände zu ermitteln.

In dem revitalisierten Gewässerabschnitt
an der Brackstedter Mühle haben sich die
Fischbestände in nur einem Jahr verfünffacht.

 


Nach einem Jahr hat der Angelsportverein eine weitere Befischung mit einem eindeutigen Ergebnis durchgeführt: Wurden 2016 insgesamt 231 Fische gefangen, waren es im Juni 2017 bereits 890 Individuen, ein beeindruckender Erfolg. An der Brackstedter Mühle hat sich die Anzahl der Fische sogar verfünffacht. Neben der Bestandserhöhung kamen zwei weitere Fischarten dazu, so dass jetzt 10 Arten (Aal, Aland, Hasel, Döbel, Gründling, Rotauge, Ukelei, Barsch, Schmerle, Stichling) nach­ge­wiesen werden konnten. Besonders erfreulich ist, dass nun auch typische kies- und strömungs­liebende Fischarten wie der Hasel in der Kleinen Aller leben. Auch Aland und Döbel, die vorher nur vereinzelt vorkamen, profitieren deutlich von der Maßnahme.

„Das Ergebnis zeigt, wie wertvoll der Einbau von Kies und Totholz für die Gewässerökologie ist. Hierdurch entstehen in der monoton ausgebauten Kleinen Aller wieder unterschiedliche wertvolle Lebensräume für die Gewässerlebewesen, die sofort genutzt werden. Wir freuen uns sehr über dieses positive Ergebnis, das unsere Arbeit bestätigt und über die gute Unterstützung des ASV Gifhorns, der die Maßnahmen begleitet“, betont Anke Willharms, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Aktion Fischotterschutz.

Das „Aller-Projekt – Verbindung von Lebensräumen zur Erhöhung der biologischen Vielfalt“ ist ein Naturschutzprojekt der Aktion Fischotterschutz, das durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie der Volkswagen AG gefördert wird. Ziel des Projektes ist es, die biologische Vielfalt an den Gewässern und Auen der Aller und ihrer Nebengewässer nach­hal­tig zu steigern. Dafür werden bis 2018 Naturschutzmaßnahmen an den Gewässern und be­glei­tende Umweltbildungsprogramme mit dem Aller-Mobil durchgeführt.

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