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Miteinander an der Kleinen Aller

Eigentümer und Bewirtschafter unterstützen das Aller-Projekt

Heiner Sammann, Heidemarie Reckel und Anke Willharms (v.r.n.l.) begutachten den frisch gemähten Uferrandstreifen an der Kleinen Aller.

An der Kleinen Aller im Landkreis Gifhorn und der Stadt Wolfsburg ist in den letzten Jahren viel passiert. Allein in den Gemeinden Jembke und Brackstedt wurden im Rahmen des Aller-Projektes durch die Aktion Fischotterschutz e.V. drei Naturschutzmaßnahmen umgesetzt, immer mit dem Ziel Naturschutz und Nutzung miteinander zu vereinen. Ein Landwirt aus Jembke unterstützte diese Initiative durch eine eigene Maßnahme und zog eine positive Bilanz.

Heiner Sammann aus Jembke hat zur Unterstützung des Aller-Projektes auf seiner bewirtschafteten Ackerfläche einen 10 m breiten Ufer­rand­streifen auf 160 m Länge aus der Nutzung genommen. Seit 2015 müssen landwirtschaftliche Betriebe fünf Prozent ihrer Ackerflächen als ökologische Vorrang­flächen bereitstellen. Mit dem Randstreifen an der Kleinen Aller hat Heiner Sammann diese Verpflich­tung erfüllt und eine wichtige Pufferzone zwischen der Kleinen Aller und der landwirtschaftlichen Nutzung geschaffen. „Wenn die Landwirte mit so einer Initiative zum Schutz der Gewässer und der Natur beitragen können, unterstütze ich das gerne. Es verbindet für mich das Nützliche mit dem Guten“, sagte Heiner Sammann.

Heiner Sammann, Heidemarie Reckel
und Anke Willharms (v.r.n.l.)
begutachten den frisch gemähten
Uferrandstreifen an der Kleinen Aller.

 

Auf Initiative der Aktion Fischotterschutz und auf Anfrage der Eigentümerin Heidemarie Reckel hatte der Pächter der Idee zugestimmt und den Randstreifen entlang der Ackerfläche angelegt. Ufer­rand­streifen stellen eine wichtige Grundlage dar, um Nährstoffe und Sedimente in der Landschaft zurück­zuhalten und wieder Lebensräume für die Tier- und Pflanzenarten entlang der Fließgewässer in der Kulturlandschaft zu entwickeln.

„Wir freuen uns sehr, wenn eine naturnähere Entwicklung der stark ausgebauten Kleinen Aller durch solche Initiativen unterstützt wird, ohne Ufer­rand­streifen und ohne die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft ist dies nicht möglich,“ betonte Anke Willharms, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Aktion Fischotterschutz. „Leider ist die Unterstützung nicht überall gegeben. Eine naturnahe Um­ge­stal­tung von Fischteichen in Brackstedt musste abgesagt werden, da für die notwendige Befahrung eines Feldweges Gelder gefordert wurden. Es ist sehr bedauerlich, dass eine für die Landwirtschaft konfliktfreie Maßnahme so verhindert wird, auf Kosten der Natur. Umso mehr freue ich mich über die Unterstützung auf der Jembker Seite“, sagte Anke Willharms.

Das „Aller-Projekt – Verbindung von Lebensräumen zur Erhöhung der biologischen Vielfalt“ ist ein Naturschutzprojekt der Aktion Fischotterschutz, das durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie der Volkswagen AG gefördert wird. Ziel des Projektes ist es, die biologische Vielfalt an den Gewässern und Auen der Aller und ihrer Nebengewässer nach­hal­tig zu steigern. Dafür werden bis 2018 Naturschutzmaßnahmen an den Gewässern und be­glei­tende Umweltbildungsprogramme mit dem Aller-Mobil durchgeführt.

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