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Neuer Nebenarm für die Kleine Aller

Naturschutzmaßnahme verbessert Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz in Bergfeld

Die Aktion Fischotterschutz e. V. hat im Rahmen des Aller-Projekts in Kooperation mit der Feldmarkinteressentschaft Bergfeld und der Jagdgenossenschaft eine Naturschutzmaßnahme an der Kleinen Aller umgesetzt.

Früher waren Altarme und Stillgewässer Bestandteile der Fließgewässer mit ihren Auen und stellten wichtige Lebensräume für viele heimische Tier- und Pflanzenarten sowie Retentionsraum für den Hochwasserschutz dar. Durch die Begradigung vieler Bäche und Flüsse gingen diese wertvollen Biotope verloren. Auch die Kleine Aller wurde, wie z.B. in der Gemeinde Bergfeld, stark ausgebaut. Eine intensive landwirtschaftliche Nutzung prägt die Aue, Ufergehölze und Strukturen im Gewässer fehlen weitestgehend.

Die Naturschutzmaßnahme bietet neue Lebensräume für die heimische Tier- und Pflanzenwelt und dient gleichzeitig dem Hochwasserschutz.

 


Um auch in der Kulturlandschaft die Lebensraumvielfalt wieder zu erhöhen und Rückzugsräume für die heimische Flora und Fauna zu entwickeln, wurde ein neuer Nebenarm an der Kleinen Aller angelegt und die Ufer partiell abgeflacht. Hiermit wurde ein beruhigter Bereich in der Kleinen Aller geschaffen, der viele Tierarten, wie z.B. Jungfischen und Amphibien, wieder einen Lebensraum bietet. Die Uferabflachung sorgt gleichzeitig für eine bessere Vernetzung von Gewässer und Aue. Mit der Naturschutzmaßnahme, bei der rund 900 m3 Erde bewegt wurden, konnte ein Gewässerabschnitt ökologisch aufgewertet werden und der Hochwasserschutz verbessert werden. Nun kann sich die Natur auf rund 1.020 m2 Fläche selbst entwickeln. Mit dieser Maßnahme konnte gleichzeitig ein Trittsteinbiotop zur flussaufwärtsliegenden naturnahen Laufverlegung in Tülau geschaffen werden. Für das Frühjahr ist zusammen mit der Jagdgenossenschaft eine Bepflanzung am Südufer der Kleinen Aller in diesem Abschnitt geplant, um die Beschattung des Gewässers zu verbessern.

Bei einer gemeinsamen Besichtigung mit der Aktion Fischotterschutz, den Vorständen der Feldmarkinteressentschaft Bergfeld und der Jagdgenossenschaft, der Unteren Natur­schutz­behörde Gifhorn und dem Bauunternehmer wurde die Maßnahme angeschaut und diskutiert.

„Dieses Projekt konnte nur aufgrund der guten Zusammenarbeit mit der Jagdgenossenschaft und der Feldmarkinteressentschaft Bergfeld sowie dem angrenzenden Landwirt realisiert werden, die der Umsetzung der Maßnahme zustimmten. Es freut mich sehr, dass gemeinsam mit allen Akteuren ein neues Biotop an der Kleinen Aller geschaffen werden konnte“, so Anke Willharms von der Aktion Fischotterschutz. „Für uns bot sich hiermit eine gute Möglichkeit, die Gemeinde bei einer notwendigen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme zu unterstützen“, erläutert Karsten Schulze von der Feldmarkinteressentschaft Bergfeld.

Das „Aller-Projekt – Verbindung von Lebensräumen zur Erhöhung der biologischen Vielfalt“ ist ein Naturschutzprojekt der Aktion Fischotterschutz, das durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie der Volkswagen AG gefördert wird. Ziel des Projektes ist es, die biologische Vielfalt an den Gewässern und Auen der Aller und ihrer Nebengewässer nachhaltig zu steigern. Dafür werden bis 2018 Naturschutzmaßnahmen an den Gewässern und begleitende Umweltbildungsprogramme mit dem Aller-Mobil durchgeführt.

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