Otterzentrum Hankensbüttel
Deutsche Fischotter Stiftung
PINK Planungsbüro
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Das Blaue Metropolnetz

Teilprojekte

Die modellhafte Umsetzung von Teilprojekten ist Ziel der „zweiten Phase“ des Projektes „Das Blaue Metropolnetz“. Innerhalb der „blauen Achsen“ in der Metropolregion Hamburg wurden Umsetzungsmaßnahmen die Entwicklung eines bundesländerübergreifenden Korridornetzes für den Fischotter fördert sowie zugleich Gewässerabschnitte zu erlebbare Bereiche für die naturnahe Erholung und den Tourismus aufgewertet.

 

Über den Unterarbeitskreis „Fischotterschutz“ wurden Teilprojekte in den östlichen Gewässerachsen ausgewählt, mit dem Ziel Lebensräume des Fischotters zu stärken bzw. zu entwickeln, aber auch die am Gewässer lebenden und sich erholenden Menschen für den Fischotter und seine Ansprüche zu sensibilisieren.

 

Folgende Gewässerabschnitte in der Metropolregion sind ausgewählt

(Bitte die blauen Links zu den PDF-Flyern beachten):


Die Projektkoordination liegt bei der Aktion Fischotterschutz e.V.

Natur Erleben

Durch Erlebnispunkte z.B. an der Luhe wurden sowohl für die Naherholung als auch für den Tourismus neue Zugänge zur Natur ermöglicht. Dabei soll das emotionale Erleben in der Natur im Vordergrund stehen. Die Besucher werden aktiv zu Erlebnisorten in der Natur gelenkt, die außerhalb ökologisch sensibler Räume liegen.

Erlebnisorte bieten neben Information auch Aktivitätsmöglichkeiten am Gewässer. Über den Fischotter als attraktive Leittierart und Sympathieträger werden die Besucher für die komplexen wassergeprägten Lebensräume sensibilisiert.

Weitere Angebote, wie Spurensuchertage, bringen der Bevölkerung die heimische Tierwelt näher und stärken das Bewusstsein für die Natur.


Geocaching Rallyes an der Alster führen die Teilnehmer mit spannenden Aufgaben und Fragen durch die Natur und führen zu neuen Erlebnissen und Erkenntnissen in und über die Natur.

Gewässerentwicklung

Die Gewässer der Metropolregion Hamburg wurden durch modellhafte Maßnahmen als Lebensraum aufgewertet und die eigendynamische Entwicklung der Gewässer erhöht, wovon der Fischotter und die gesamte Lebensgemeinschaft am und im Gewässer profitieren.

Vielfältige Uferstrukturen bieten Versteckmöglichkeiten für den Fischotter und schaffen notwendige Lebensraumstrukturen für seine Nährtiere (wie Fische). Über eine Flächensicherung im Uferrandbereich (z.B. Gestattungsverträge, Flächenerwerb, Grunddienstbarkeit) konnten Flächen aus der Nutzung genommen und für strukturverbessernde Maßnahmen, wie Gehölzanpflanzungen, bereitgestellt werden. Anpflanzungen ergänzen bestehende Gehölzsäume und ersetzen ausgefallene Gehölze (infolge Erlen-Phytophtera).

Das Versetzen von Zäunen im Zuge der Anlage von Uferrandstreifen schützt diesen vor Eingriffen durch die angrenzende Nutzung. Diese Uferstreifen können auch durch Pfähle, Baumreihen oder einzelne Sträucher deutlich und weit sichtbar markiert werden. Anpflanzungen dienen damit auch zur gezielten Lenkung von Erholungssuchenden.

Die Strukturvielfalt im Uferrandstreifen kann durch Maßnahmen zur Gewässerentwicklung, Initialmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Modifizierung der Unterhaltung erhöht werden. Die Reaktivierung von Altarmen bei Lüneburg trägt zur Förderung der natürlichen Vielfalt an der Ilmenau bei. An der Luhe wurde zudem parallel zur begradigten Luhe ein 600 m langes naturnahes Parallelgerinne angelegt, welches in Zukunft sich selbst überlassen wird.

Durchgängigkeit der Gewässer und Gefahrenabwehr

Brücken, unter denen der Fischotter nicht trockenen Fußes hindurch kann, versucht er über die Trasse zu queren. Dabei besteht die Gefahr, dass der Fischotter überfahren wird. Durch den Einbau von Bermen oder Laufbrettern kann die Durchgängigkeit hergestellt werden. Ergänzende Leitmaßnahmen (Leitzäunung, -pflanzung, Erdwälle) führen den Fischotter auf die hochwassersichere Passage hin.

Weitere Barrieren im Gewässerlauf sind Wehre. Gutachten zum Wehr-Umbau sollen beispielhaft Möglichkeiten zur Verbesserung der Durchgängigkeit aufzeigen.

Dagegen können an Teichen Abwehr- und Lenkungsmaßnahmen von Fischottern den Konflikt mit den Nutzern eingrenzen. Abschirmende Leitzäunungen oder auch eine Leitpflanzung schützen die wertvollen Fischbestände. Die Abwehrmaßnahmen können kombiniert werden mit der Anlage von Nahrungsteichen, die Fischotter ablenken.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Abwehr von Otterschäden an Teichen.


Weitere Informationen bietet auch die folgende PDF-Datei:

Faltblatt „Das Blaue Metropolnetz“

Projektbüro

Aktion Fischotterschutz e.V.
OTTER-ZENTRUM
29386 HankensbüttelDr. Maike Piepho
Tel.: 05832 - 980812
Fax: 05832 - 980851
E-Mail: M.PIEPHO@otterzentrum.de

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