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Kieslaichplätze und Strukturvielfalt

Kieslaichplätze und mehr Strukturvielfalt in Fuhse und Erse. Naturschutzmaßnahmen des Barben-Projektes in der Gemeinde Uetze, Region Hannover, umgesetzt.

Steffen Hipp vom Unterhaltungsverband Fuhse-Aue-Erse begut- achtet im Hintergrund die abgeschlossene Maßnahme an der Erse.

In der Fuhse ist eine stark angeströmte Kiesbank entstanden. Die starke Strömung schützt vor übermäßiger Versandung.

Im Rahmen des Projektes „Artenvielfalt in der Aller – Neue Lebensräume für die Barbe“ hat die Aktion Fischotterschutz e.V. in der Fuhse und Erse, nördlich von Uetze, Kiesbänke als Lebensraum und Laichplatz für kiesliebende Arten wie die Barbe errichtet.

Als Laich- und Aufwuchsgewässer spielen die Fuhse und die Erse eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Fischbestände im Fließgewässersystem der Aller. Beide Gewässer sind jedoch zugunsten der menschlichen Nutzung ausgebaut worden, so dass vielerorts wichtige Strukturen fehlen. Dennoch konnten bei Fischbestands­er­he­bun­gen in beiden Flüssen vereinzelt junge In­di­vi­du­en der anspruchsvollen Fischart Barbe nachgewiesen werden. Um die Besiedlung der Fuhse und der Erse für die Barbe zu erleichtern und die Artenvielfalt zu fördern, wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Struktur- und Lebensraumvielfalt in enger Kooperation mit dem Unterhaltungsverband (UHV) Fuhse-Aue-Erse geplant und umgesetzt. Durch die Einwilligung der anliegenden Flächeneigentümer, Landwirte, Jäger und der Ge­mein­de Uetze konnten so in beiden Gewässern wieder na­tür­liche Struk­tu­ren entwickelt werden.

Im Unterlauf der Erse und in der Fuhse wurden mit 135 Tonnen Kies jeweils zwei wechselseitige Kiesbänke errichtet. Eine Lenkbuhne aus Holz sorgt dafür, dass die Strömungsgeschwindigkeit erhöht wird und die Kies­bänke nicht versanden. In der Fuhse musste der UHV Fuhse-Aue-Erse aus Gründen des Hoch­wasser­schutzes die Ufer vor weiteren Abbrüchen sichern. Durch die Kiesbänke konnte hier die Ufersicherung ökologisch aufgewertet werden. Die geschaffene Niedrig­was­ser­rin­ne zwischen den Kiesbänken erhält die Durchgängigkeit auch bei niedrigen Wasser­ständen. Das Ergebnis sind gut angeströmte Kiesbänke, die verschiedenen kies- und strömungsliebenden Fischarten als Lebensraum, Nahrungs- und Laichhabitat dienen können. Zusätzlich wurde eine abgängige Weide als Totholz in Ufernähe der Erse eingebracht. Hierdurch wird nicht nur das Ufer vor weiteren Abbrüchen geschützt, sondern das Totholz dient Fischen als Unterstand und bildet wichtige Lebensräume für viele Gewässerlebewesen. Der Einbau der Struk­tu­ren erfolgte im Niedrig­was­ser­be­reich und hat keinen Einfluss auf den ordnungs­ge­mäßen Hochwasserabfluss.

An der Erse wurden weiterhin zehn Schwarzerlen gepflanzt, um die Beschattung des Gewässers zu verbessern und den flussabwärts liegenden, eher naturnah wirkenden Abschnitt der Erse zu verlängern.

„Da wir bei der Fischbestandserhebung im Herbst 2019 bereits junge Barben in der Fuhse nachgewiesen haben, freut es uns umso mehr, dass die im Frühjahr auf­stei­gen­den Fische und die Neunaugen hier nun gute Laichplätze vorfinden werden“, erläuterte Sören Brose, Fischereibiologe der Aktion Fischotterschutz e.V.

Auch Steffen Hipp, Verbandsingenieur des UHV Fuhse-Aue-Erse, zeigte sich zu­frie­den mit der abgeschlossenen Maßnahme: „Als Unterhaltungsverband haben wir nicht nur die Aufgabe den ordnungsgemäßen Abfluss unserer Gewässer zu erhalten, son­dern sind auch mitverantwortlich für eine positive ökologische Gewässer­ent­wick­lung. Diese wollen wir hier, durch die Zusammenarbeit mit der Aktion Fischotterschutz, fördern.“  

Das Projekt „Artenvielfalt in der Aller – Neue Lebensräume für die Barbe“ ist ein Naturschutzprojekt der Aktion Fischotterschutz e.V. Ziel des Projektes ist es, durch die Verbesserung der Gewässerstrukturen neue Lebensräume für die selten ge­wor­de­ne Fischart Barbe im Einzugsgebiet der Aller zu entwickeln und die biologische Vielfalt insgesamt im Gewässer zu fördern. Die Umsetzung der Natur­schutz­maß­nah­men erfolgt in Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren. Begleitet wird sie durch Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung mit dem Fluss-Fisch-Mobil, das im gesamten Projektgebiet im Einsatz ist. Hiermit sollen Menschen für die heimischen Fischarten und für die Bedeutung naturnaher Fließgewässer sensibilisiert werden. Das Barben-Projekt wird über das Bundesamt für Natur­schutz im Rahmen des Bundespro­gramms Biologische Vielfalt mit Mitteln des Bundes­um­welt­mi­nis­te­ri­ums und des Landes Niedersachsen bis zum Jahr 2024 gefördert.

 

 

 


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