Otterzentrum Hankensbüttel
Deutsche Fischotter Stiftung
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Wenn der Tierarzt zum Otter kommt

Erster Nachwuchs im OTTER-ZENTRUM seit 2018.

Gute zwei Monate alt ist der kleine Fischotter in- zwischen (© Aktion Fischotterschutz e.V.).

Kleiner Pieks mit nach- haltiger Wirkung: Die betreuende Tierärztin (li.) chippt und impft den Otternachwuchs (© Akti- on Fischotterschutz e.V.).

Das erste Mal seit drei Jahren gibt es bei der Aktion Fischotterschutz wieder Otternachwuchs. Der Wurf kam am 16. Mai auf dem Forschungsgelände, abseits des Besucherbereichs des OTTER-ZENTRUMs, zur Welt. Dort werden die zwei kleinen Weibchen von der für­sorg­li­chen Mutter aufgezogen. Wenn sich die Jungtiere weiterhin gut entwickeln, werden sie rund ein Jahr bei der Mutter bleiben, bevor sie danach für eine Ko­ope­ra­ti­on mit dem Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum nach Schleswig-Holstein ziehen sollen.

Im OTTER-ZENTRUM gibt es in unregelmäßigen Ab­stän­den Nachwuchs bei den Fischottern. Voraussetzung hierbei ist, dass die Jungtiere im Anschluss an die Auf­zucht ein adäquates Zuhause mit einem artgerechten Gehege finden. „Da Otter von Natur aus Einzelgänger sind, kann man Jungtiere nur schwer bis gar nicht in bereits bestehende Gruppen integrieren, sie würden von den älteren Ottern nicht akzeptiert“, erklärt Daniela Lahn, die Leiterin der Abteilung Tierhaltung und -for­schung in Hankensbüttel. „Pärchenbildung ist praktisch immer möglich – dann sollte sich die Einrichtung aber rechtzeitig Gedanken darüber machen, was mit mög­li­chem Nachwuchs passiert, schließlich haben wir eine Verantwortung den Tieren gegenüber“, so die Biologin weiter. Mit seinen großen, naturnahen Gehegen setzt das Naturerlebniszentrum im Landkreis Gifhorn seit über 30 Jahren hohe Maßstäbe für eine artgerechte Haltung beim Eurasischen Fischotter. So sind die Wissenschaftler und Tierpfleger in regem Austausch und in enger Ko­ope­ra­ti­on mit dem Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum im nordfriesischen Tönning, wo aktuell eine Otteranlage entsteht. Nach Bauende sollen die niedersächsischen Otter nach Schleswig-Holstein umziehen.

Aktuell werden die jungen Otter noch abgeschirmt, für den ersten Tierarztbesuch mussten sie allerdings von der beschützenden Mutter getrennt werden. Neben der ersten genaueren Begutachtung und Markierung mit einem Mikrochip unter die Haut gab es auch die obligatorische Impfung gegen Staupe und Tollwut. „Wir haben den Tierarztbesuch so kurz wie möglich gehalten, um die kleinen Otter möglichst schnell wieder in die Schlafhöhle zu legen. Die Fähe nimmt die Prozedur leider alles andere als gelassen hin – was natürlich für ihre Mutterqualitäten spricht“, schildert Daniela Lahn. Wann genau die Mutter mit ihren Jungtieren ihr Versteck verlässt und dann auch nach Möglichkeit in den Besucherbereich des OTTER-ZENTRUMs ziehen kann, ist noch unklar. Ein zweites Otterpärchen im Gehege „Otter-Wasserfall“ ist aktuell zusätzlich zusammen, um die Chancen auf weiteren Nachwuchs zu erhöhen.

Erwachsene Fischotter lassen sich bei den regelmäßigen Schaufütterungen im OT­TER-ZENTRUM beobachten. Das Naturerlebniszentrum hat täglich, auch an Sonn- und Feiertagen ab 9:30 Uhr geöffnet und bietet viele Informationen und Spiel­in­stal­la­tio­nen zum Thema Otter und andere Marderartige. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage www.otterzentrum.de oder auch auf Facebook.

 

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