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Feriensprachcamp im OTTER-ZENTRUM ein voller Erfolg

Spielend Deutsch lernen in der Natur als bewährte Methode

Coronakonform fanden die Tanz-, Trom- mel- und Choraufführung, hier mit Maria Fischer, mit den zuschauenden Eltern im Freien statt (© Aktion Fischotterschutz).

Zum dritten Mal fand das einwöchige Feriensprachcamp im OTTER-ZEN­T­RUM statt. Der Name MUKU steht dabei für Kinder aus verschiedenen Kul­tu­ren (multikulti) und die Verbindung von Musik, Kultur und Kunst. Die 13 Kinder, die an der MUKU teilnahmen, erlebten eine abwechslungsreiche Ferienwoche. Pädagogisches Ziel dieser fünf Tage war es, die Sprach­bil­dung der Kinder außerhalb der Schule zu fördern und Freundschaften an­zu­bah­nen, was auch tatsächlich gelang. Die MUKU sollte die Freude der Kinder am Deutschlernen stärken, ihnen Mut machen, sich auf Deutsch zu äußern und damit ihre Integration in Hankensbüttel erleichtern.

Das Konzept für dieses Feriensprachcamp wurde von der Grund­schul­leh­re­rin Stefanie Nagel-Dunker und Thomas Lucker vom OTTER-ZENTRUM entwickelt. Da zwischen der Karl-Söhle-Schule und dem OTTER-ZENTRUM bereits seit 2003 eine enge Kooperation besteht und Stefanie Nagel-Dunker für einen Tag an das Regionale Umweltbildungszentrum OTTER-ZENTRUM abgeordnet ist, lag es nahe, Kinder aus dieser Grundschule auszuwählen. Große Unterstützung bekamen sie dabei von der Realschullehrerin a.D. Rosemarie Brockmann, die beim Führen der Sprachcamp-Tagebücher anleitete und für den pädagogischen Rahmen sorgte. So wurden morgens und nachmittags gemeinsame Gesprächsrunden abgehalten, und die Kinder beschrieben ihre Erlebnisse an jedem Tag mit kleinen Berichten und selbst gemalten Bildern. Die fünf Tage vergingen wie im Flug, da sie mit vielen Erlebnissen gut gefüllt waren.

Die Kinder lernten die Marder des OTTER-ZENTRUMs kennen und notierten in Steckbriefen die Besonderheiten von Fisch­ot­ter, Steinmarder, Dachs, Iltis und Hermelin. Die Kinder waren mit Begeisterung dabei, als sie mit Pfeil und Bogen auf Luftballons schießen durften. Aus Papier wurden mit Origami-Technik kleine Tierkunstwerke gefaltet und sie erlebten die wohltuende Wirkung der Qigong Atem-, Konzentrations- und Meditationsübungen. Der praktische Naturschutz kam auch nicht zu kurz. So bauten die Kinder aus Holz einen Meisenkasten und fertigten aus einer alten Dose und Schilfstengeln ein Insektenhotel.

Beim Tanz-Workshop mit Laura Eder Castaneda wurden aktuelle Tanzmoves eingeübt. Ein Chor unter der Leitung von Maria Fischer und eine Trommelgruppe unter der Leitung von Lukas Kasprzyck probten die ganze Woche. Am Ende fand ein großes Abschlussfest statt und die Kinder wurden immer nervöser. Dann endlich durften sie am Freitagnachmittag die Gruppentänze, die einstudierten Lieder und Trommelstücke aufführen. Alle Eltern und Geschwister waren eingeladen. Nach den musikalischen Darbietungen klatschten die Eltern, sichtlich beeindruckt von den künstlerischen Leistungen ihrer Kinder, frenetisch Beifall. Der Abend klang gemütlich bei Pizza und Getränken im Restaurant des OTTER-ZENTRUMs aus.

Aufgrund der Corona-Einschränkungen mussten die Kinder in diesem Jahr auf vieles verzichten. Dieses zusätzliche Freizeitangebot sollte die Familien entlasten und den Kindern stärkende, motivierende und lernförderliche Erlebnisse ermöglichen, so dass sie die Herausforderungen des Lebens und Lernens in der Schule zukünftig positiver angehen können. Das Feriensprachcamp hat nicht nur die Fähigkeiten im Deutsch-Sprechen und -Schreiben gefördert, sondern auch zukunftsfähige Schlüsselkompetenzen bei den Kindern gestärkt.

Für die teilnehmenden Kinder und deren Familien entstanden keine Kosten, da die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung und der Lions Club Wittingen das Projekt freundlicherweise komplett gefördert haben.