Otterzentrum Hankensbüttel
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Marderforschung

Hausmarder

Als Kulturfolger lebt der Steinmarder eng mit dem Menschen zusammen und teilt sich gelegentlich sogar ein Dach mit uns. Ein- bis zweigeschossige Gebäude sind hierbei sein favorisiertes Versteck, da bei diesen der Dachboden leicht zu erreichen ist. Über einen nahestehenden Baum, eine raue Hauswand oder ein Blumenspalier klettert der Steinmarder elegant aufs Dach, aber auch Distanzen von bis zu zwei Metern werden übersprungen. Schlupflöcher von 5cm reichen den Tieren, um ins Dach zu kommen. Diese finden sie meist direkt unter den Ziegeln, die sie bei manchen Dächern leicht anheben können, an der Dachrinne oder in Dachwinkeln.

 


Quelle: Jan Piecha

Auf dem Dachboden legt der Steinmarder Gänge und Verstecke in der Dämmung an und zerstört somit deren isolierende Wirkung des Daches. Als nacht- und dämme­rungsaktives Tier ist der Steinmarder genau dann wach, wenn der Mensch schlafen geht. Dieses Verhalten wird nicht selten von den Hausbewohnern als sehr störend empfunden. Da sich das Tier auf dem Dachboden nicht nur Schlafplätze, sondern auch Kot- und Futterplätze einrichtet, kommt es neben der nächtlichen Ruhestörung auch zu einer Geruchsbelästigung durch Exkremente und verwesende Futterreste, welche sogar die Bausubstanz des Gebäudes schädigen können.

 


Quelle: Jan Piecha

 

Im Rahmen einer Studie wurde ermittelt, dass in einer norddeutschen Kleinstadt je­doch durchschnittlich nur 6 % der Wohn- und Geschäftshäuser ein Stein­mar­der­ver­steck aufwiesen.

 

Auch wenn eine Wohngemeinschaft mit den Tieren unter einem Dach eher vereinzelt vorkommt sorgt diese Nachbarschaft für Konfliktpotenzial. Als Lösungsversuch werden Steinmarder oft gefangen, weggebracht oder sogar getötet. Dies darf aber nicht ohne weiteres durchgeführt werden, pro Bundesland ist dieses Vorgehen klar reglementiert. Das Wegfangen eines Individuums erzielt meist auch nicht den gewünschten Effekt: Das frei gewordene Revier wird zeitnah von einem Nachfolger übernommen, welcher anhand der Duftspuren auch wieder zum Unterschlupf des Vorgängers und somit ins selbe Dach findet. Das umgesetzte Tier findet in machen Fällen auch den Weg zurück. Gelingt ihm das nicht, endet seine Suche nach einem neuen Revier oftmals tödlich, da er Opfer des Straßenverkehrs wird oder in einem Revierkampf mit einem ortsansässigen Steinmarder stirbt.

 

Sie haben Probleme mit dem Steinmarder als Mitbewohner im Haus? Gerne stimmen wir mit Ihnen einen Vororttermin ab und bewerten die Situation. Kontaktieren Sie uns gern!

 

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