Otterzentrum Hankensbüttel
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Aktivitätsverhalten

Aktivitätsverhalten

Aktivitätsverhalten und Körpertemperatur von Fischottern

Der Aktivitätsrhythmus und die Körpertemperatur von Fischottern (Lutra lutra) im Tagesverlauf

Einleitung

Fischotter zeigen eine erstaunlich gute Anpassung an ihr Leben im Wasser und an kalte Klimate. Die Differenz zwischen Außentemperatur und Körpertemperatur kann bis zu 65° C betragen. Hinzu kommt, dass der Wärmeverlust im Wasser ca. 25-mal höher ist, als an der Luft.

Fischotter setzen dieser Kältebelastung im wesentlichen ihr dichtes Fell entgegen, denn eine schützende Fettschicht fehlt. Die physiologischen Mechanismen, die dem Otter das Leben in einem derartigen Lebensraum erlauben, sind weitgehend unbekannt. Die Körpertemperatur und das Aktivitätsverhalten sind bei diesen Anpassungen wesentliche Faktoren, die den Energiehaushalt des Otters bestimmen.

Ziel

Ziel dieser Arbeit ist daher die Messung des Körpertemperaturverlaufes im Tagesgang und in Abhängigkeit vom Aktivitätsverhalten.

Methoden

Vier Fischotter in den Gehegen des OTTER-ZENTRUMs wurden mit temperatursensitiven Implantatsendern versehen. Diese Sender senden ihre Impulse in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur, so dass sich über die Anzahl der Impulse pro Minute auf die Körpertemperatur schließen lässt. Die kalibrierten Sender (Model TW3, Fa. Biotrack, GB) mit einem Gewicht von 21 gr. wurden in die Bauchhöhle der Otter implantiert. Die Datenaufnahme erfolgte jeweils alle fünf Minuten über einen Zeitraum von 24 Stunden.

Voraussichtliche Ergebnisse

Der Körpertemperaturverlauf im Tagesgang zeigt erhebliche Schwankungen von bis zu 2° C. Dabei steigt die Körpertemperatur im aktiven Zustand des Tieres auf nahezu 40° C, während der Schlafphasen sinkt sie auf ca. 38° C.

Dieser Temperaturwechsel erfolgt gewissermaßen „vorausschauend“, denn bereits einige Zeit vor dem Beginn wie vor dem Ende der Aktivität beginnt sich die Körpertemperatur umzustellen. Die Aktivitätsphase, die ganz überwiegend in der Nacht liegt, ist durch 3 bis 6 ein- bis zweistündige Aktivitätsperioden gekennzeichnet. Dass der Abfall der Körpertemperatur am Ende der Aktivitätsperioden nicht durch die Wassertemperatur bedingt ist, sondern endogen gesteuert wird, zeigte ein Versuch, bei dem ein Otter ca. 3 Stunden im Wasser blieb. Auch nach einer solchen Periode war die Körpertemperatur im normalen Bereich.

Bearbeiter

Dr. Hans-Heinrich Krüger

Projektzeitraum

2002 bis 2007

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