Otterzentrum Hankensbüttel
Deutsche Fischotter Stiftung
PINK Planungsbüro
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Thermoregulation

Thermoregulation

Otterfell und Thermoregulation

Interspezifische Untersuchungen zur Haarstruktur, zur Biologie des Haarkleides und zur Thermoregulation innerhalb der Unterfamilie der Otter (Lutrinae)

Einleitung

Weltweit sind 13 verschiedene Otterarten bekannt. Bei vielen dieser Arten ist das Wissen um ihre Lebensweise und Verbreitung überaus gering. Eine Methode zur Erfassung von Verbreitungsgebieten ist die Identifizierung der Arten über die Analyse ihrer Haare, die sich im Freiland mit Hilfe von „Haarfallen“ gewinnen lassen. Dies können zum Beispiel Klebestreifen sein, die an den potentiellen Aufenthaltsorten der Tiere angebracht werden. Eng verknüpft mit dem überaus dichten und gut isolierenden Fell des Otters ist die Fähigkeit zur Thermo- regulation. Das dichte Fell kann bei der Notwendigkeit Wärme abzugeben, durchaus hinderlich sein. Bisher ist nicht bekannt, auf welchem Wege Fischotter überschüssige Körperwärme abgeben.

Ziel

Ziel dieser Arbeit ist daher die mikroskopische Beschreibung der Haare der weltweit vorkommenden Otterarten. Zur Klärung der Thermoregulation des Fischotters sollen Thermographien unter verschiedenen Temperatur- verhältnissen und Aktivitäten von Gehegeottern erstellt werden.

Methoden

Das Aussehen der Haare der verschiedenen Otterarten, getrennt nach Jahreszeit und Körperregion, wird unter dem Lichtmikroskop beschrieben und dokumentiert. Zahlreiche Kontakte wurden hierzu weltweit aufgenommen, um die benötigten Fellproben zusammenzustellen. Zusätzlich wird von einigen Otterarten die Haardichte des Felles gemessen, da Daten hierzu fehlen, bzw. die vorhandenen Daten nicht auf einer soliden Basis zu stehen scheinen. Die Thermographien werden von mehreren Otterarten aufgenommen. Sie dokumentieren die Körperoberflächentemperatur unter verschiedenen Aktivitätsverhältnissen und Außentemperaturen.

Zu erwartende Ergebnisse

Bisher wurden die Haare von über 40 Fellen von 12 Otterarten bearbeitet. Hierbei wurden insgesamt 2600 Haare untersucht und über 6500 Haarschuppen vermessen. Die Thermographien werden die Beteiligung der verschiedenen Körperregionen an der Wärmeabgabe aufzeigen.

Bearbeiter

Dissertationsarbeit von Dipl.-Biologin Rachel Kuhn
Dieses Projekt findet in Kooperation mit der Universität Hamburg, Institut für Zoologie, Prof. Dr. J. U. Ganzhorn und der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Institut für Anatomie, Prof. Dr. W. Meyer statt.

Die Deutsche Otter Stiftung unterstützt diese Arbeit finanziell.

Projektzeitraum

2005 bis 2007

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